Kann man ein Gespenst wie Whistleblowing (Alarm schlagen)als einen unternehmerischen Erfolgsfaktor bezeichnen? Ja, wenn Chefs die Möglichkeit des Whistleblowings, also konkret: reguläre, legitime, legale und ethische Praktiken von Anfang an in ihrer Unternehmenspolitik professionell einkalkulieren.
Die Beziehung zu Whsitleblowing ist eine Sache der Einstellung, also der Konfliktfähigkeit, sich selbst bewusster Zivilcourage und Führungsverantwortung
Menschen werden erst zu Whistleblowern (Hinweisgebern), wenn sie öffentliche Stellen in Anspruch genommen haben. Voraus gegangen sind oft vergebliche Versuche, intern auf unfaire Praktiken oder Risiken aufmerksam zu machen. Solange sie nicht an die Öffentlichkeit gelangen, jedoch Kenntnis über unfaire Praktiken oder Zustände im sozialen System des Unternehmens haben, sind sie „nur“ Risikoboten. Führungskräfte, Mitarbeiter, Vorstände, Verwaltungs- und Aufsichtsräte sind deshalb gefordert, sich dieses „Nur“ selbst zueigen zu machen und alles zu tun, um als beste Risikoboten des Unternehmens faire Praktiken und Zustände ausdrucksvoll zu etablieren. Die Professionalität und Technik des Risikoboten setzt sich zusammen aus Argumentationslogik und Diskurs.
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